Heraus zum 1. Mai - Wir sind (natürlich) dabei!
Am 1. Mai haben wir auf dem Herzogenplatz gemeinsam ein klares Zeichen gesetzt: für Solidarität, Respekt und soziale Gerechtigkeit. Die DGB-Kundgebung war kraftvoll, laut und voller guter Stimmung – dank eines starken Programms und vieler engagierter Organisatorinnen und Organisatoren. Selbst die Kleinsten hatten ihren Spaß. Danke an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben!
Doch hinter der guten Stimmung steht ein ernster Alltag: Explodierende Mieten, hohe Energiepreise, teure Mobilität und ein Einkauf, der Woche für Woche mehr kostet. Viele Menschen arbeiten hart – und wissen trotzdem am Monatsende nicht, wie alles bezahlt werden soll. Das ist nicht gerecht.
Denn die Beschäftigten in diesem Land sind nicht das Problem. Sie sind diejenigen, die morgens aufstehen, den Laden am Laufen halten und unseren Wohlstand erarbeiten. Während andere Krisengewinne einstreichen, kämpfen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer darum, über die Runden zu kommen.
Deshalb sagen wir klar: Wir brauchen starke Tarifbindung, faire Löhne, bezahlbaren Wohnraum und eine Steuerpolitik, die endlich wieder gerecht ist. Und genauso klar gilt: Finger weg vom 8-Stunden-Tag! Arbeitnehmerrechte sind kein Luxus, sondern hart erkämpfte Errungenschaften. Wer ernsthaft glaubt, man könne die Herausforderungen unserer Zeit lösen, indem Beschäftigte noch länger arbeiten und noch mehr Belastung schultern, hat den Alltag vieler Menschen nicht verstanden.
Keine Politik gegen die Mehrheit, keine Kürzungen sozialer Rechte, kein Wegducken vor den echten Problemen. Wer dieses Land zusammenhalten will, muss die stärken, die es jeden Tag tragen.