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Regen und Kälte konnten die Besucher der Auftaktkundgebung zum Kommunalwahlkampf 2011 im Landkreis Uelzen nicht schrecken. Neben den Samtgemeinde- Bürgermeisterkandidaten Hans-Jürgen Kammer (SG Ebstorf-Bevensen) und Andreas Dobslaw (SG Aue) konnte die Vorsitzende des Ortsvereins Uelzen Ute Röling auch Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann als Gäste in der Kreisstadt Uelzen begrüßen.

Mit klaren Worten zeigte Jürgen Krumböhmer in seinem Redebeitrag, weshalb er der richtige Landrat für den Landkreis Uelzen ist: Frühkindliche Bildung, Mobilität, gut ausgebaute Verkehrswege, faire Arbeitsbedingungen, umweltverträgliche Agrarwirtschaft, Erhalt von Schulen waren nur einige der angesprochenen Themen, die für die zukünftige Entwicklung des Landkreises wichtig sind. Als Landrat will Jürgen Krumböhmer den Landkreis zudem stärker in die kommunale Familie einbinden, um im Konzert der "Großen" besser wahrnehmbar zu werden.

Gerne war auch der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil der Einladung nach Uelzen gefolgt, und das nicht nur weil das benachbarte Gifhorn zu seinem Wahlkreis gehört. In seiner Rede ging Hubertus Heil auf die Herausforderungen ein, denen sich der ländliche Raum in besonderem Maße zu stellen hat. In einer älter werdenden Gesellschaft muss es gelingen, Menschen in Arbeit zu bringen und zu halten. Missstände wie prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Ungleichbehandlung von Leiharbeitnehmern und Dumpinglöhne verlangten nach politischen Antworten. Das Land stehe in der Wirtschaftskrise auch deshalb relativ gut dar, weil es über eine starke industrielle und produzierende Basis verfüge,so Heil. Angesichts des zunehmenden Mangels an Fachkräften könnten wir es uns aber künftig nicht mehr leisten, junge Menschen ohne Schulabschluss und Berufsausbildung einfach zurückzulassen. Hubertus Heil hob hervor, dass die Kommunen nicht das Kellergeschoss, sondern das Fundament der Demokratie seien. Dennoch wurden die Kommunen in der Vergangenheit mit Aufgaben überfrachtet, die viele an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gebracht haben. In diesem Zusammenhang warnte Hubertus Heil vor Überlegungen, die Gewerbesteuer als wichtige Einnahmequelle der Städte und Gemeinden zur Disposition zu stellen. Mit Blick nach Gorleben mahnte Hubertus Heil eine bundesweite Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager an. Es sei nicht zu akzeptieren, dass Niedersachsen zum Atomklo der Republik werde.

Die wichtigsten Entscheidungen über das, was die Menschen vor Ort betrifft, werden in den Kommunen getroffen. Hubertus Heil rief daher alle Bürgerinnen und Bürger dazu, zur Kommunalwahl zu gehen und ihre Stimmen den Kandidatinnen und Kandidaten der SPD zu geben.

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Hubertus Heil zu Gast in Uelzen

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